Bundesliga 2026/27
Die Frage ist beantwortet: Es hat Eugen Polanski erwischt. Was in Mönchengladbach passiert ist, warum der Fall für Tippspiele eindeutiger ist als zunächst gedacht – und wer als Nächster wackelt.
Zuletzt aktualisiert: 19. September 2026
Die Antwort
Der erste Trainerwechsel der Bundesliga-Saison 2026/27 ist Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach. Der Verein hat ihn am 13. September 2026 mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden – einen Tag nach dem 0:5 beim SC Freiburg. Nach drei Spieltagen stand Gladbach ohne Punkt und mit 3:12 Toren auf dem letzten Platz. Damit ist Polanski zugleich die erste Trainerentlassung der Saison.
Der Wechsel auf einen Blick
TrainerEugen Polanski, 40
VereinBorussia Mönchengladbach
DatumSonntag, 13. September 2026
Spieltagnach dem 3.
Auslöser0:5 beim SC Freiburg
Bilanz der Saison0 Punkte, 3:12 Tore, Platz 18
Art der TrennungFreistellung durch den Verein
Ebenfalls freigestelltCo-Trainer Tobias Trulsen
InterimslösungJan-Moritz Lichte, nur für das Mainz-Spiel
Dauerhafter Nachfolgeroffen, Verkündung in der Länderspielpause
Der erste Trainerwechsel 2026/27: Eugen Polanski
Am Sonntag, dem 13. September 2026, verkündete Borussia Mönchengladbach die Trennung von Cheftrainer Eugen Polanski. Damit ist die Bonusfrage vieler Tipprunden nach dem 3. Spieltag beantwortet.
Der Auslöser lag einen Tag zurück: 0:5 beim SC Freiburg. Es war die dritte Niederlage im dritten Spiel. Gladbach steht bei null Punkten, 3:12 Toren und auf dem letzten Tabellenplatz – der schlechteste Saisonstart des Klubs seit Jahren.
Update vom 19. September – Korrektur: Am Sonntagvormittag berichteten mehrere Medien von einem Rücktritt Polanskis. Diese Darstellung war verfrüht. Die offizielle Mitteilung des Vereins trägt die Überschrift „Borussia trennt sich von Trainer Eugen Polanski“ – es war eine Freistellung. Für Tippspiele bedeutet das: Polanski ist sowohl der erste Trainerwechsel als auch die erste Trainerentlassung der Saison. Beide Formulierungen der Bonusfrage führen zur selben Antwort.
Sport-Geschäftsführer Rouven Schröder begründete die Entscheidung so: „Trotz einer guten Vorbereitung und positiven Ansätzen ist es der Mannschaft in der Bundesliga nicht gelungen, die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.“ Und weiter: „Die zuletzt gezeigten Leistungen haben zu der Entscheidung geführt, Eugen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden.“ Polanski selbst sagte: „Borussia Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so wahnsinnig weh, dass es nun so gekommen ist.“ Mit ihm wurde Co-Trainer Tobias Trulsen freigestellt.
Der Weg dorthin war kurz und laut. Schon nach dem 2. Spieltag stand Polanski öffentlich zur Debatte, Schröder stellte sich am 7. September aber demonstrativ vor ihn. Zwei Tage später eskalierte die Lage intern: Kapitän Tim Kleindienst kritisierte nach dem 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg – bei dem Gladbach eine 3:1-Führung hergab – öffentlich die Konzentration seiner Mitspieler und empfahl ihnen, weniger TikTok zu schauen. Verein und Trainer nannten den Ausbruch anschließend überzogen, in der Sache aber berechtigt. Eine Woche später war Polanski weg.
Bemerkenswert ist die Wiederholung: Gladbach stellt zwei Saisons in Folge den ersten Trainerwechsel der Liga – beide Male Mitte September. Am 15. September 2025 hatte der Klub Gerardo Seoane nach dem 4. Spieltag entlassen, es war die schnellste Trainerentlassung der Vereinsgeschichte. Nachfolger wurde damals Polanski, zunächst interimsweise. Fast auf den Tag genau ein Jahr später trifft es ihn selbst – eine Runde früher.
Unsere Kandidaten vor der Saison – und was daraus wurde
Ehrlich bleiben gehört dazu: Unser Tipp ist nicht aufgegangen. Wir hatten im August auf René Wagner beim 1. FC Köln gesetzt, dahinter auf Daniel Thioune (Werder Bremen) und Miron Muslić (Schalke 04). Polanski führten wir als vierten Namen unter den weiteren Kandidaten.
| Unsere Reihenfolge im August | Trainer | Stand nach dem 3. Spieltag |
| Tipp 1 | René Wagner (1. FC Köln) | im Amt |
| Tipp 2 | Daniel Thioune (Werder Bremen) | im Amt |
| Tipp 3 | Miron Muslić (Schalke 04) | im Amt |
| weiterer Kandidat | Eugen Polanski (Gladbach) | freigestellt |
| weiterer Kandidat | Niko Kovač (Borussia Dortmund) | im Amt |
Woran es lag, lässt sich benennen. Unsere Begründung für Wagner stützte sich auf das Kölner Umfeld, ein an Ergebnisse geknüpftes Mandat und ein schweres Startprogramm – alles Faktoren, die auf Erwartungsdruck zielen. Bei Polanski hatten wir den entscheidenden Punkt zwar notiert, aber zu niedrig gewichtet: Er startete ohne breiten Rückhalt im Klub. Seine Weiterbeschäftigung im Sommer war intern umstritten. Ein Trainer, dessen Verlängerung schon strittig war, braucht keinen langen Fehlstart – ihm fehlt die Substanz, die andere durch drei schlechte Wochen trägt.
Wie es in Gladbach weitergeht
Für das Heimspiel gegen Mainz 05 am 19. September – das letzte Spiel vor der Länderspielpause – übernimmt Jan-Moritz Lichte, und zwar ausdrücklich nur für diese eine Partie. Der 46-Jährige war 2020 bereits einmal Cheftrainer, ausgerechnet bei Mainz 05, und kam im Sommer als Co-Trainer von Manchester City. Er trifft also im ersten Spiel auf seinen früheren Klub.
Den dauerhaften Nachfolger will Gladbach in der Länderspielpause vorstellen, also erst nach dem Mainz-Spiel. Schröder begründet das Timing mit dem Spiel selbst: „Das ist ein elementar wichtiges Spiel für uns. Und da war von Anfang an klar, dass die Vorbereitung darauf nicht gestört werden soll.“ Zur Kandidatenlage sagt er nur so viel: „Ich habe alle Freiheiten und wir überlegen auch alles“ – die tatsächliche Liste umfasse aber lediglich zwei bis drei Namen.
Öffentlich kursieren deutlich mehr. Der Stand der Berichte:
| Name | Situation | Stand |
| Christian Titz | zuletzt Hannover 96, dort entlassen | im Gespräch |
| Alexander Blessin | zuletzt FC St. Pauli | im Gespräch |
| Horst Steffen | Borussia-Vergangenheit als Spieler und Nachwuchstrainer | im Gespräch |
| Christian Eichner | Karlsruher SC, ohne Bundesliga-Erfahrung als Cheftrainer | im Gespräch |
| Bo Henriksen | zuletzt Mainz 05, seit Dezember 2025 vereinslos | im Gespräch |
| Ole Werner | — | aus dem Rennen |
| Brian Priske | Sparta Prag, Ablöse fällig | aus dem Rennen |
Das gesuchte Profil ist in den Berichten einheitlich beschrieben: erfahren, profierprobt, druckresistent und deutschsprachig. Für einen Klub auf dem letzten Platz ist das nachvollziehbar – Gladbach braucht jemanden, der sofort funktioniert, nicht jemanden, der sich entwickeln soll.
Stand dieser Aktualisierung. Am 19. September war noch kein Nachfolger verkündet. Wir tragen hier nach, sobald der Verein offiziell wird.
Wer wackelt als Nächster?
Der erste Wechsel ist selten der letzte. In der Vorsaison folgten auf Seoanes Aus im September noch mehrere Trennungen. Die naheliegenden Namen sind dieselben, die schon vor der Saison ganz oben auf der Liste standen.
René Wagner (1. FC Köln). Unser ursprünglicher Tipp bleibt der plausibelste nächste Kandidat. Sein Mandat ist an den Klassenerhalt geknüpft, der Verein hat im Sommer sichtbar geliefert – Said El Mala hat bis 2031 verlängert, Ellyes Skhiri ist zurückgekehrt –, und genau das nimmt dem Trainer die Ausreden. Bleiben die Ergebnisse aus, richtet sich die Debatte in Köln erfahrungsgemäß schnell auf die Bank.
Daniel Thioune (SV Werder Bremen). Er übernahm im Februar 2026 und kam in der Rückrunde auf 0,93 Punkte pro Spiel; Bremen beendete die Saison auf Platz 15 mit 32 Punkten. Ein Trainer mit dieser Bilanz hat wenig Kredit. Dass Bremen traditionell besonnener entscheidet als andere Klubs, ist das einzige, was ihn schützt.
Miron Muslić (Schalke 04). Als Aufstiegstrainer genießt er zunächst Rückhalt, aber kein Umfeld in dieser Liga kippt schneller. Wenn Schalke in den Abstiegskampf gerät, steht der Name schnell im Raum.
Wer sitzt weiter sicher?
Genauso nützlich wie die Wackelkandidaten sind die Namen, die man streichen kann. Die Aufstiegstrainer der beiden kleinen Aufsteiger genießen weiterhin enormen Rückhalt: Vincent Wagner hat mit der SV Elversberg eine kleine Sensation geschafft, Ralf Kettemann Paderborn hochgeführt. Beide Klubs sind für Geduld bekannt und würden ihre Identifikationsfiguren selbst im Abstiegskampf kaum früh entlassen.
Auch Julian Schuster sitzt beim SC Freiburg fest im Sattel – nach dem 5:0 gegen Gladbach ohnehin. Freiburg beendete die Vorsaison auf Platz 7, das Umfeld ist ruhig, der Kredit groß.
Warum es auf den ersten Trainerwechsel keine Quoten gab
Eine Sache, die viele überrascht: Auf die erste Trainerentlassung der Bundesliga ließ sich in Deutschland nicht wetten – und zwar nicht, weil der Markt zu spät geöffnet hätte, sondern weil er praktisch nicht mehr angeboten wird.
Der Grund ist regulatorisch. Buchmacher mit deutscher Lizenz haben Wetten auf Trainerentlassungen seit einigen Jahren aus dem Programm genommen. Historisch boten vor allem bwin und bet-at-home solche Spezialwetten an; heute finden sich vergleichbare Märkte allenfalls bei international lizenzierten Anbietern. Wenn Dir jemand eine konkrete Quote auf den ersten Trainerrauswurf präsentiert, lohnt ein zweiter Blick, ob der Anbieter überhaupt in Deutschland lizenziert ist.
Wetten lässt sich stattdessen auf das, was einer Trennung vorausgeht: den sportlichen Absturz. Die passenden Märkte findest Du bei den Abstiegs- und Spieltagswetten – unsere Einschätzungen dazu stehen in den
Bundesliga-Tipps zum Spieltag. Wie Quoten grundsätzlich zu lesen sind, erklären wir im Wettlexikon zum
Value Bet.
Häufige Fragen zum ersten Trainerwechsel 2026/27
Wer war der erste Trainerwechsel der Bundesliga 2026/27?
Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach. Der Verein gab die Trennung am Sonntag, dem 13. September 2026, offiziell bekannt – einen Tag nach dem 0:5 beim SC Freiburg am 3. Spieltag.
War es ein Rücktritt oder eine Entlassung?
Eine Entlassung. Am Sonntagvormittag berichteten einzelne Medien zunächst von einem Rücktritt, die offizielle Mitteilung des Vereins sagt jedoch etwas anderes: Borussia hat Polanski mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Die Überschrift der Klubmitteilung lautet „Borussia trennt sich von Trainer Eugen Polanski“.
Zählt Polanski bei Kicktipp auch als erste Trainerentlassung?
Ja. Da der Verein selbst von einer Trennung spricht und Polanski freigestellt hat, ist er sowohl der erste Trainerwechsel als auch die erste Trainerentlassung der Saison 2026/27. Beide Formulierungen der Bonusfrage führen zur selben Antwort.
Warum musste Polanski gehen?
Drei Spiele, null Punkte, 3:12 Tore und der letzte Tabellenplatz. Dazu kam die öffentliche Kritik von Kapitän Tim Kleindienst nach dem 3:4 gegen Aufsteiger SV Elversberg, bei dem Gladbach eine 3:1-Führung hergab. Das 0:5 in Freiburg war der Schlusspunkt.
Wer trainiert Borussia Mönchengladbach jetzt?
Jan-Moritz Lichte betreut das Heimspiel gegen Mainz 05 am 19. September – allerdings ausdrücklich nur diese eine Partie. Der 46-Jährige war 2020 schon einmal Cheftrainer in Mainz und kam im Sommer als Co-Trainer von Manchester City. Ebenfalls freigestellt wurde Co-Trainer Tobias Trulsen.
Wer wird neuer Trainer in Gladbach?
Offen. Der Verein will den neuen Cheftrainer in der Länderspielpause nach dem Mainz-Spiel vorstellen. Sportchef Rouven Schröder sagte, die tatsächliche Liste umfasse nur zwei bis drei Namen. In Berichten genannt werden unter anderem Christian Titz, Alexander Blessin, Horst Steffen, Christian Eichner und Bo Henriksen. Ole Werner und Brian Priske gelten als aus dem Rennen.
Wie lange war Polanski Trainer in Gladbach?
Nicht ganz ein Jahr. Er übernahm am 16. September 2025 zunächst als Interimstrainer, nachdem Gerardo Seoane nach dem 4. Spieltag entlassen worden war, und erhielt am 18. November 2025 einen Vertrag bis 2028. Die Saison 2025/26 beendete Gladbach unter ihm auf Platz 12 mit 38 Punkten.
Gibt es Wettquoten auf die erste Trainerentlassung?
Nein. Buchmacher mit deutscher Lizenz bieten Wetten auf Trainerentlassungen seit einigen Jahren nicht mehr an. Auch für 2026/27 führte kein geprüfter Anbieter Quoten je Trainer. Die Frage bleibt vor allem als Kicktipp-Bonusfrage relevant.
Welcher Trainer wackelt jetzt am stärksten?
Nach Polanski richtet sich der Blick auf die Klubs, die schwach gestartet sind und schon vor der Saison als wacklig galten – allen voran der 1. FC Köln mit René Wagner und Werder Bremen mit Daniel Thioune. Beide standen bei uns vor der Saison auf Platz eins und zwei der Kandidatenliste.